Du schaltest Ads auf Google und Meta. Und dir fallen komische Dinge in deinen URLs auf: ?gclid=Cj0K..., ?fbclid=IwAR....
Keine Panik. Das sind Klick-Identifikatoren, und sie haben eine ganz bestimmte Aufgabe. So bringst du sie nicht mit deinen UTM durcheinander.
Was sind gclid und fbclid
- gclid: der Identifikator, den Google Ads automatisch an deine Links hängt, wenn das Auto-Tagging aktiviert ist. Er verbindet jeden Klick mit der exakten Kampagne, Anzeige und dem exakten Keyword.
- fbclid: das Gegenstück auf Meta-Seite (Facebook / Instagram).
Der zentrale Unterschied zu UTM: UTM sind lesbar (du schreibst utm_source=newsletter), während gclid und fbclid undurchsichtige Codes sind, die für die Plattformen gedacht sind, nicht für dich.
Auto-Tagging vs. manuelle UTM (Google)
Bei Google Ads hast du zwei Optionen:
- Auto-Tagging (gclid): Google übernimmt alles, und das liefert das zuverlässigste Conversion-Tracking in Google Analytics. Das ist die empfohlene Standardeinstellung.
- Manuelle UTM: du setzt selbst
utm_source,utm_mediumusw. Nützlich, wenn du deine Daten an andere Tools als GA schickst, die den gclid nicht verstehen.
| Auto-Tagging (gclid) | Manuelle UTM | |
|---|---|---|
| Wer setzt die Parameter | Google, automatisch | Du, von Hand |
| Tracking in Google Analytics | Am zuverlässigsten | Ordentlich |
| Daten an andere Tools | Nein | Ja |
| Empfohlen, wenn | Du in GA lebst | Du andere Tools nutzt |
Falle Nr. 1: das doppelte Tagging
Der klassische Fehler: das Auto-Tagging aktivieren und ohne Methode manuelle UTM obendrauf setzen.
Mögliches Ergebnis: doppelt gezählte Conversions oder UTM, die den gclid überschreiben und deine Attribution zerschießen.
Die Regel:
- Wenn du in Google Analytics lebst: nur Auto-Tagging, keine UTM obendrauf.
- Wenn du woanders lesbare UTM brauchst: setze konsistente UTM und prüfe in GA die Einstellung "Werte überschreiben", um Konflikte zu vermeiden.
Im Zweifel: nur eine Methode pro Kampagne. Niemals beide blind zusammen.
Auf Meta-Seite: die dynamischen Parameter
Meta macht kein Auto-Tagging à la Google. Du setzt also deine UTM, kannst sie aber mit Variablen automatisch machen:
utm_source=facebookutm_medium=cpcutm_campaign={{campaign.name}}utm_content={{ad.name}}
Meta ersetzt die {{...}} durch die echten Namen. Du taggst einmal, und jede Kampagne/jedes Creative benennt sich von selbst. Das ist der richtige Kompromiss zwischen Lesbarkeit und Automatisierung.
Warum deine Ad manchmal als "direkt" auftaucht
Das passiert oft und macht wahnsinnig: du bezahlst für Klicks, und GA4 sortiert sie unter "direkt" oder "organisch" ein. Die klassischen Ursachen:
- Das Auto-Tagging ist deaktiviert und es gibt keine UTM: keine Info, also "direkt".
- Eine Weiterleitung oder eine Landingpage, die die Parameter verliert.
- Der Consent Mode: ohne Einwilligung wird ein Teil des Trackings gedrosselt.
In dieser Reihenfolge prüfen: Auto-Tagging aktiviert, Landingpage, die die Parameter behält, und eine sauber eingerichtete Verknüpfung zwischen Google Ads und Analytics.
Kurz gefasst für den Consultant in Eile
- Google: standardmäßig Auto-Tagging, UTM nur bei externem Bedarf, niemals beide ohne Methode.
- Meta: UTM mit dynamischen Parametern.
- Immer prüfen, dass die Landingpage die Parameter nicht schluckt.
- Wenn Paid als "direkt" landet, ist es fast immer einer dieser drei Punkte.