facebook, Facebook, FaceBook, fb, FB. Fünf Schreibweisen für dieselbe Quelle. Fünf verschiedene Zeilen in deinen Statistiken.
Willkommen im Chaos. Und es kommt immer aus derselben Ecke: das Fehlen einer Konvention.
Eine Konvention ist kein Perfektionisten-Kram. Sie macht den Unterschied zwischen Reports, die du wirklich liest, und Reports, vor denen du fliehst, weil sie unleserlich sind. So legst du eine an, die hält.
Warum deine Tools so pingelig sind
Statistik-Tools achten auf Groß- und Kleinschreibung und auf die kleinste Abweichung. Für sie sind Email und email zwei Kanäle. soldes ete und soldes-ete auch.
Ergebnis: eine einzige Kampagne landet aufgesplittet in 4 oder 5 Zeilen, du kannst nichts mehr zusammenrechnen, und am Ende schaust du dir deine Reports gar nicht mehr an. Genau das sind die wahren Kosten einer schlechten Konvention: Daten, die niemand nutzt.
Und das Schlimmste: es fällt nicht sofort auf. Du sammelst monatelang Links, und an dem Tag, an dem du zwei Kanäle vergleichen willst, ist alles in Trümmern. Zu spät, um die Vergangenheit zu korrigieren.
utm_source, utm_medium, utm_campaign: wer entscheidet was
Bevor du benennst, musst du wissen, was jeder Parameter erzählt. Die meisten Probleme kommen daher: man packt in source, was in medium gehört, und umgekehrt.
- utm_source: der genaue Ort, von dem der Klick kommt. Der Eigenname.
newsletter,instagram,google,partenaire-truc. - utm_medium: die Kanal-Familie, der Typ.
email,social,cpc(bezahlte Werbung),affiliation. - utm_campaign: die Aktion, das Warum.
soldes-ete,lancement-v2,webinar-juin.
Die Eselsbrücke: source = "wo genau", medium = "welcher Kanaltyp", campaign = "für welche Aktion".
Ein komplettes Beispiel, deine Sale-Newsletter:
?utm_source=newsletter&utm_medium=email&utm_campaign=soldes-ete
Du liest das und weißt alles: woher, über welchen Kanaltyp, für welche Aktion.
Die 3 Grundregeln
- Alles kleingeschrieben. Ohne Ausnahme.
- Bindestriche, niemals Leerzeichen oder Akzente.
referencement, nichtRéférencement. - Kurze, lesbare Werte.
promo-juin, nichtpromotion-du-mois-de-juin-2026.
Diese drei Regeln allein eliminieren 80 % der Dubletten. Der Rest ist Disziplin.
Lege dein Vokabular ein für alle Mal fest
Das ist der Schritt, den niemand macht, und dabei der wichtigste: entscheide im Voraus über die erlaubten Werte. Kein Nachdenken mehr bei jedem Link, keine Improvisation mehr.
Ein Beispiel-Referenzliste für utm_medium:
email: deine Newsletter-Versändesocial: organische soziale Netzwerkecpc: bezahlte Werbung (Google, Meta...)affiliation: deine Affiliates und Partnerreferral: Erwähnungen, Artikel, Verzeichnisse
Wenn alle aus dieser Liste schöpfen, aggregieren sich deine Daten ganz von selbst.
Und du musst das nicht mal von Hand pflegen: mit UTMzen speicherst du diese Referenzliste einmalig als Preset. Bei jedem neuen Link sind deine Werte schon bereit zum Auswählen, und das Tool normalisiert den Rest (Kleinbuchstaben, Bindestriche, ohne Akzent) automatisch. Du kannst dich nicht mehr vertun, auch nicht am Fließband.
Deine Zuordnungstabelle
Am einfachsten, um dich nie zu vertun: eine Tabelle, die für jeden Kanal sagt, was in source und was in medium kommt. Du füllst sie einmal aus, du folgst ihr immer.
| Kanal | utm_source | utm_medium |
|---|---|---|
| Newsletter | newsletter | |
| Instagram Story | social | |
| LinkedIn Post | social | |
| Google Ads | cpc | |
| Meta-Werbung | meta | cpc |
| Affiliate / Partner | nom-du-partenaire | affiliation |
| Artikel, der dich zitiert | nom-du-site | referral |
| QR-Code auf einem Flyer | flyer | offline |
Du siehst die Logik: die source ändert sich für jeden genauen Ort, das medium gruppiert nach Familie. Zwei Social-Posts (Insta + LinkedIn) haben dasselbe medium social, aber eine andere source. Genau das erlaubt dir später, "mein gesamtes Social" auf der einen Seite und "nur Instagram" auf der anderen zu vergleichen.
Das Format eines Kampagnennamens
Halte eine konstante Struktur für utm_campaign. Zum Beispiel: ziel-angebot-monat.
soldes-ete(klar)lancement-produit-x(klar)webinar-tracking-juin(klar)
Das Ziel ist nicht, vollständig zu sein, sondern konsistent. Derselbe Kampagnentyp wird immer gleich geschrieben. Wenn du jede Saison Sales machst, dann heißt es soldes-ete, soldes-hiver, soldes-printemps. Niemals einmal solde-juillet und beim nächsten Mal promo-ete.
utm_content und utm_term: die zwei Optionen, die du kennen solltest
Du brauchst sie nicht jeden Tag, aber an dem Tag, an dem du Dinge testest, werden sie wertvoll.
- utm_content: um zwei Links derselben Kampagne zu unterscheiden. Der Button oben in deiner Newsletter vs. der unten, das Visual A vs. das Visual B einer Werbung. Das ist dein A/B-Testing-Werkzeug.
- utm_term: das Keyword, vor allem bei Suchwerbung. Es sagt dir, auf welche Suchanfrage die Person geklickt hat.
Beispiel für ein A/B in derselben Newsletter:
...&utm_campaign=soldes-ete&utm_content=bouton-haut
...&utm_campaign=soldes-ete&utm_content=bouton-bas
Dieselbe Kampagne, zwei Inhalte. Du wirst wissen, welcher der beiden Buttons konvertiert hat.
Die 4 Fallen, die das Chaos zurückbringen
Selbst mit einer guten Konvention kommen diese Klassiker zurück, um dich heimzusuchen:
- Das Copy-Paste, das einen Großbuchstaben mitschleppt. Du duplizierst einen alten Link, und
Newsletterlädt sich selbst ein. Lies nochmal, bevor du ihn setzt. - Die Sprachvarianten.
soldesfür die FR-Version,salefür EN: entscheide dich und halte dich daran, sonst verdoppelst du deine Zeilen. - Die Tippfehler.
emial,instgram. Ein einziger Buchstabe und schon ist es eine neue Zeile in deinen Statistiken. - Die UTMs auf deinen internen Links. UTMs von einer Seite deiner Website zu einer anderen zu setzen, zerstört deine Sessions und verfälscht die Attribution. UTMs sind für eingehenden Traffic, Punkt.
Im Team oder in der Agentur
Wenn ihr mehrere seid, die Links setzen (oder wenn du mehrere Kunden betreust), muss die Konvention in einem geteilten Dokument leben, dem alle folgen. Sonst erfindet jeder seine eigene Art zu benennen, und das Chaos ist in einer Woche zurück.
Das Minimum in diesem Dokument:
SOURCES : newsletter, instagram, linkedin, google, meta, ...
MEDIUMS : email, social, cpc, affiliation, referral, offline
CAMPAGNES : objectif-offre-mois (ex : soldes-ete, lancement-v2)
Ideal: ein einziger Ort, an dem man die Links mit den schon normalisierten Werten baut. Genau das ist die Rolle der Presets in UTMzen: du speicherst deine Konvention, und jeder Link kommt schon sauber raus, egal wer ihn erstellt.
Deine Konvention auf 1 Seite
Wenn du dir nur eine Checkliste merken solltest, dann diese:
- Alles kleingeschrieben, immer.
- Bindestriche, niemals Leerzeichen oder Akzente.
- Werte, die aus einer festgelegten Liste geschöpft werden (deine Referenzliste).
- Eine konstante Kampagnenstruktur (
ziel-angebot-monat). - Ein geteiltes Dokument, wenn ihr mehrere seid.
- Niemals UTMs auf deinen internen Links.
Druck sie aus, kleb sie neben den Bildschirm. In zwei Wochen ist es ein Reflex.
Der ultimative Test
Stell dir eine einfache Frage: wenn du morgen deine Kampagnen jemand anderem anvertraust, würde diese Person die Links genau so benennen wie du?
Wenn die Antwort nein lautet, ist deine Konvention noch nicht geschrieben. Schreib sie.